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Der italienische Esel

Erster Kontakt Herbst 1990 auf der IFMA in Köln. Als damals eingefleischter KAWA Fahrer war ich natürlich ganz heiß auf die ZZR 1100. Man, was für ein Teil: 148 PS, 285 km/h Spitze. Echt geil, muss ich haben. Also nix wie hin zu Kawasaki.

Ein Kumpel von mir fuhr zu diesem Zeitpunkt die besagte Reisschüssel, hatte aber dauernd feuchte Hände und schliff mich zum Stand von Ducati.

Ducati? Ist bestimmt eine spezielle Sorte Olivenöl oder eine Pizza mit viel Salami oben drauf.

Na ja, jedenfalls ist der besagte Kumpel mal vor langer Zeit so einen Drahtesel namens Ducati 900 SS gefahren, mit so Besonderheiten wie „Kaiserachse", „Prestokomisch" oder so ähnlich.

Wie ich den Pröttel dann erst mal gesehen hatte, dachte ich erst, da hätte einer zwei Fahrradrahmen parallel zueinander verschweißt und einen Rasenmähermotor reingehängt.

Wie ich dann so ca. zwei Stunden um das Moped rumgeschwänzelt bin mit so Kommentaren wie: „Sieht ja leicht aus, fährt bestimmt kein anderer, soll brüllen wie der Teufel, usw," habe ich dann eine folgenschwere Entscheidung getroffen. Nein, ich bin nicht aufs Klo gegangen und habe auch nicht die Kawa gekauft, sondern habe den italienischen Esel noch am Messestand bestellt. Krank, oder?

Bekommen habe ich die SS erst im April. Warum? Klar, die Dinger waren zu laut und kamen erst durch Einzelabnahme nach Deutschland. Motornummer: 0000??

 

Der italienische Esel ist mittlerweile fast 16 Jahre alt und hat knapp 100.000 km auf dem Buckel. Eigentlich gibt es über 16 Jahre Ducati ja viel mehr zu erzählen, aber das sind Storys für den Stammtisch.